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Entwicklung

Aktualisiert: 4. Dez. 2023


Darf ich um Deine Aufmerksamkeit bitten.

Es geht um mein Leben:


Ich muss

unbedingt abnehmen, oder nein, ich muss einfach definierter werden. Meine Ernährung braucht mehr Abwechslung, Frische und Vitamine, oder vielleicht einfach ein paar Nahrungsergänzungsmittel, die werden das schon regeln. Wie kriege ich bloß noch den Sport unter, 5 Mal die Woche muss es schon sein, damit es was bringt. Oh, da fällt mir ein, ich muss dringend noch meine Buchhaltung machen und meine Freundin habe ich auch schon so lange nicht mehr gesehen.. ich schreib’ ihr mal, wann sie kann. Wenn wir dann Zeit finden, innerhalb der nächsten Wochen. Mein Projekt auf der Arbeit nimmt mich so ein und irgendwie muss ich mich ja auch noch erholen.

Ich spüre schon wieder, wie die Gedanken kreisen, so wie nachts, wenn ich wach liege. Meine Hand zuckt, holt das Handy hervor und ich versinke in Social Media. Prokrastination nennt sich das, wie ich dort gelernt habe. Vor lauter Aufgaben erstarren und gar nichts mehr machen, was zu noch mehr Stau führt und letztendlich zur Selbstsabotage. Wie oft mache ich mich selbst dafür fertig, nicht effizient, belastbar und emotional reif zu sein. Andere schaffen das doch auch.

In den unzähligen Posts, durch die ich täglich scrolle, lese ich viele gute und auch richtige Sprüche, die meine emotionale Welt ein wenig sortieren. Ich will mich ja entwickeln, die vielen Beiträge zu diesem Thema sind mein Zeuge. Naja, vielleicht bauen sie auch eher mehr Druck auf. Denn bei all den ganzen Aktivitäten, die ich so tue(n muss), renne ich doch letztendlich nur vor dem Unausweichlichen weg: Mir selbst. Mir und meinen Bedürfnissen. Ich umwickel mich mit so vielen Aufgaben, die mich noch effizienter und erfolgreicher machen sollen, doch spüre ich den gewünschten Effekt kaum. Im Gegenteil, ich weiß ja ganz genau wo ich stehe und wie unwohl ich mich in Teilen fühle. Wie viel souveräner ihr gerne wäre, ruhiger und geduldiger und auf jeden Fall mutiger. Ich wünschte, ich könnte Grenzen setzen und reflektierter mit Situationen umgehen, als aus dem Effekt zu handeln. Mitfühlender sein und dennoch klar. Weniger reden vielleicht und manchmal mehr. Wieso spüre ich immer wieder diese Wut in mir und bin dann doch wieder nah am Wasser gebaut? Wieso verstehe ich mich selbst nicht? Klar ist, ich möchte mich upgraden, besser werden. Eigentlich in jedem Bereich ein wenig, vor allem aber in meinem Mindset. Persönlichkeitsentwicklung ist das Stichwort dieser Zeit und ich fühl’s. Es steht irgendwie über allem, was ich anstrebe. Ich fühl’s so sehr, dass ich selbst nicht fühle, wie. Oder ich fühle es, nur die anderen nicht… bei mir. Sie fordern mehr von mir, mehr Gelassenheit, mehr Fleiß, mehr Entwicklung, mehr Einsicht, mehr Hingabe, mehr Anpassung an ihre Bedürfnisse..

Wollen wir uns nicht alle entwickeln? Ist es nicht das, wofür wir in diesem Leben sind? Die beste Version von uns selbst zu werden, zum Higher Self gelangen? Und dabei Lebensfreude, Leichtigkeit, Kreativität, Sorglosigkeit und Sicherheit finden. Ja, das klingt gut.





- Pause.



Ist Dir beim Lesen auch gerade schwindelig geworden? So oder so ähnlich sehe ich den inneren Dialog der Menschen, immer ein wenig abgewandelt nach Persönlichkeit, vielleicht auch Geschlecht und Anforderungen. In Teilen kann ich dies natürlich auch selbst unterschreiben. Wen wundert es auch: Das gesamte Leben ist ausgerichtet auf Leistung und Selbstoptimierung. Es geht immer weiter und die Anforderungen und Trends transformieren sich so schnell, dass man nie fertig sein wird mit Optimierung. Das sollen wir auch gar nicht, denn dann wären wir nicht fragil und steuerbar, unsicher und kauffreudig. Ob wir uns so fühlen oder nicht. Das Stichwort, das heute über allem steht: ENTWICKLUNG.


Hast Du auch das Gefühl, dass Du Dich in wenigstens einem Bereich noch entwickeln möchtest? Gut so. Ich auch. Und ich glaube tatsächlich daran, dass wir hier sind, um uns zu entwickeln.

Ja, wir müssen uns ent——wickeln. Raus wickeln aus all den vielen Schichten, in die wir uns gewickelt haben. Es geht nicht darum, noch mehr machen und verbessern zu müssen. Noch mehr zu perfektionieren. Noch mehr tun zu müssen, um gut genug zu sein. Schlichtweg noch mehr Druck zu haben, als wir ohnehin schon haben. Die gesamte Welt ist in ihrer Struktur sowieso darauf ausgerichtet. Der Druck, den wir uns dann noch selber machen, bringt die Innenwelt zum Kippen. Und in dessen Folge auch die Außenwelt - aber das ist ein anderes Kapitel.


Wickel Wackel Wundervoll


Wir sind heutzutage in der Grundsicherheit des Lebens so weit, dass der Fokus nun absolut frei ist auf das, was „optimierbar“ bleibt: Wir selbst. Oder?

Ich selber habe mir viele Jahre unendlichen Druck gemacht. Ich wollte mich, genau, entwicklen. Es war eine ganz logische Schlussfolgerung, da ich wusste, ich war noch überhaupt nicht da, wo ich hin wollte: Bei mir. Zu meinem eigenen Kern, in meine Kraft, meine innere Stimme finden und Zufriedenheit. Folgend habe ich mich unter diesem Druck fast aufgelöst, statt mich zu festigen. Schließlich stand mir ja auch als erste Generation die Welt offen, wo war da mein Problem, wieso konnte ich es nicht so abrufen, wie es möglich wäre?

Über die Zeit und aufgrund der Studie geistiger Prinzipien sowie der Arbeit mit Energie habe ich dann verstanden, was es mit dieser ganzen Entwicklung auf sich hat.

Es geht nicht darum, noch mehr machen zu müssen und alles noch viel komplizierter werden zu lassen. Auch wenn wir das so gerne mögen, da es uns beschäftigt und von uns selbst fernhält. Das Gegenteil ist der Fall. Es geht darum, in die Einfachheit zu finden. In die Purheit des Seins.

Es geht darum, all die vielen Schichten, die wir um uns gewickelt haben, abzulegen. Stück für Stück. Das macht viel mehr Angst, als sich weiter zu umwickeln. Hier noch mehr Fitness, da noch bessere Abschlüsse, dort noch mehr persönliches Wachstum. Das alles ist keine Entwicklung.

Worum es wirklich geht bei Entwicklung, ist, den Weg zu sich selbst zu finden. Uns zu erinnern, wer wir eigentlich sind. Und dann einfach zu sein.

Dadurch entwickeln wir uns, wahrhaftig.

Wenn wir wieder zu uns finden, ist alles vorhanden. In unserer Mitte sind wir mit allem verbunden und finden von ganz alleine unseren ganz individuellen Weg. Nimm Dir den Druck, immer noch mehr an Dir arbeiten zu müssen. Lege ab, nur das verlangt das Leben von Dir. Dafür bist Du geboren. Du bist gut genug, nur indem Du bist. Die größte Erbsünde, die wir Menschen kreiert haben, ist die Annahme, dass wir selbst nicht genug sind, es nicht einfach sein kann und man für das eigene Glück hart arbeiten muss. Man muss sich beweisen, um einen Wert zu haben. Das Gegenteil ist der Fall: Den größten Wert trägst Du in Dir, wenn Du weißt, dass Du absolut gut genug bist und das mit jeder Zelle Deines Körpers spürst. Manche nennen diese ent—Wicklung Erleuchtung.


Woher die ganzen Umwicklungen kommen? Zu einem großen Teil von der gesellschaftlichen Auffassung und Kultur, zu einem genauso großen Teil aus Deinem geistigen Erbe (Stichwort Ahnenlinie), von Deiner Familie, ein bisschen von Deinem Freundeskreis und Partnern - und von Dir selbst. Wie Du siehst, ganz schön viele Lagen. Sich dazu noch weiter etwas umzulegen, erschwert die Situation um ein Vielfaches mehr, als dass sie Dir die erhoffte Erleichterung bringt. Du siehst dann garnicht mehr, wie viele Schichten Du bereits an Dir trägst. Und vor allem: Das meiste davon ist gar nicht Deins. Wenn Du beispielsweise die Lagen aka Glaubenssätze aka Muster aka Gedanken aka Blockaden aka Konditionierungen zu beispielsweise körperlicher Bewegung ablegst, musst Du Dir gar nicht mehr so einen Stress bezüglich Deines Sportprogramms machen. Du wirst früher oder später selbst anfangen, Dich bewegen zu wollen - so, wie Kinder in ihrer Natürlichkeit es tun. Überhaupt ist die natürlichste Form von etwas der eigentliche Normalzustand. Wir sind Natur, je weiter wir uns von einer natürlichen Lebensweise entfernen, desto weiter umwickeln wir uns. Was Deine emotionalen Routinen angeht: Du musst Dich nicht weiterentwickeln, noch mehr dazulernen und Dich verändern. Du musst ganz einfach Deine „Wickel“ ablegen und Du gelangst von ganz alleine zur gewünschten Weiterentwicklung. Zwischen Deinem gewünschten Ziel und dem Ist-Zustand liegt eine Schicht, nicht andersrum. Und was die Erwartungshaltung und den Rhythmus der Gesellschaft angeht: Bist Du ent-wickelt, wirst Du damit einen guten Umgang finden. Das Feld ist zu groß, als dass Du es angehen müsstest, Du verantwortest nur Deine eigenen Wickel.


Dein Leben braucht diesen Fokuswechsel. Du wirst dann merken, dass Du die herkömmliche Entwicklung in Teilen nur anstrebst, da andere dies von Dir „verlangen“.

Ent-Wickel Dich von allem, was nicht Dir gehört und Du erlebst wahre Entwicklung.


Wie genau das geht? Mein Pro-Tipp ist Energiearbeit und Verbindung mit Deinem Mind oder auch Geist. Die Wickel sind alle energetisch angehbar und diese Form der Arbeit baut ganz sicher keinen Druck auf. Was Du generell dazu beitragen kannst? Lass Dich treiben, nimm Dir Pausen, entspanne Dich hinein in die ent—Wicklung. Wickel sind alles eine Form der Anspannung, die einen hier und dort blockieren und unbewusst fest werden lassen. In der Regel nimmst Du es so nicht wahr, sondern siehst es als Teil von Dir selbst. Wenn Du verstehst, dass Du gut genug bist, wie Du bist und Dich nicht in klassischer Form entwickeln musst, wirst Du über Zeit entspannen. Dann löst sich Wickel um Wickel. So, wie der Stress abfällt, wenn Du Dich in eine warme Badewanne sinken lässt und wohlig sanft umschmeichelt wirst.




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